Zukunftsfragen

Smartphones sowie entsprechende Apps und soziale Netzwerke erleichtern Liveberichterstattung auf den ersten Blick. Auch technische Fortschritte, wie zum Beispiel der Einsatz von Drohnen für nahezu Jedermann, bedeuten ganz neue Möglichkeiten, um live und direkt von einem Ereignisort zu berichten. Doch wie sind diese technischen Fortschritte aus ethischer Sicht zu bewerten? Nachfolgend drei Beispiele und was für Konsequenzen deren Einsatz haben könnte.

Sind 360-Grad-Livestreams von Anschlagsorten denkbar?

Nähe zum Geschehen

ungewöhnliche/r Perspektive/Blickwinkel

zusätzliche Informationen für Nutzer

«Mitmacheffekt», weil man selbst bestimmen kann, was man sieht

Fehlende Kontrolle über Bildausschnitt

Verletzung von Persönlichkeitsrechten

Konzept notwendig, um Technik sinnvoll einzusetzen

Aufbau dauert zu lange für Einsatz in Terrorsituationen

Ist der Einsatz von Drohnen an Anschlagsorten möglich?

Überblick über das Geschehen durch Perspektive von oben

Nachverfolgen der Wege von Attentätern

Zum Beispiel: Wo ist der Lkw lang gefahren bis zum Weihnachtsmarkt in Berlin?

ungewöhnliche Perspektiven auf das Geschehen möglich

generell Erlaubnis zum Fliegen der Drohne nötig, an Tatorten fliegen allerdings trotz Erlaubnis verboten

Verletzung von Persönlichkeitsrechten

technisch zu anspruchsvoll, um in Terrorsituationen einzusetzen

Zeigen der gesamten Dimension des Anschlages und dadurch eventuell Motivieren von Nachahmungstätern, die das übertreffen wollen

Gefahr von der Drohne selbst, Abstürzen des Gerätes und/oder Wahrnehmen dieser als Bombe zum Beispiel

Wie mit Videos/Bildern von Augenzeugen umgehen, die im Internet verbreitet werden?

mehr (oder überhaupt) Auswahl an Bild-/Videomaterial, falls Reporter nicht rechtzeitig vor Ort

Bilder live vom Geschehen und damit eventuell wichtiges Zeitdokument

Journalisten können unkommentierte Aufnahmen aus dem Internet einordnen und in Kontext setzen

authentische Reaktionen von vor Ort

Augenzeugen schneller als Reporter vor Ort

Unterstützen, dass Augenzeugen erst Bilder/Videos machen, ehe sie Verletzten helfen

Darstellung von Menschen, die nicht den ethischen Grundsätzen im Journalismus entspricht (Leichen, Blut etc.)

Bilder/Videos werden unkommentiert verbreitet

ungeschöntes Zeigen von Gewalt und eventuell Motivieren von Nachahmungstätern

eventuell Verletzen von Urheberrechten, wenn Bilder/Videos einfach weiter geteilt werden

höherer Aufwand für Redaktionen, weil Urheber der Bilder/Videos ausfindig gemacht werden müssen sowie geklärt sein muss, ob Bilder/Videos legal entstanden und nicht bearbeitet worden sind

Diskussion

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